UK-505-Nationals

Nachdem Alexandra Bräunling uns auf der letzten Gerneralversammlung gebeten hat doch mal von unseren Regatten zu berichten, kommt hier nun ein Live-Bericht von den UK-Nationals in Weymouth.

Seit drei Tagen sind wir nun hier in diesem sehr gut eingerichteten Hafen zu Gast. Den ersten Tag verbrachten wir zunächst damit uns von der Anreise zu erholen, denn wir waren die Nacht zuvor durch gefahren. Nachdem wir ausgeschlafen hatten, bot sich uns eine einmalige Gelegenheit. Wir durften bei Pip auf dem Schlauchbot mit fahren, der die trainierenden Amerikaner und Engländer begleitete. Mit dabei waren der Amtierende Weltmeister und Vizeweltmeister. Eine Lehrstunde ohne gleichen!

Am nächsten Tag begann die Meisterschaft mit zwei Wettfahrten. Wie wir 505er-Segler das gewohnt sind, wurde im Pfadfinder-Startverfahren gestartet. An den Start gingen 33 Boote, davon waren wir leider das einzige deutsche Team. Außer den Engländern waren noch Teams aus Amerika, Australien und Kanada dabei.

Die erste Wettfahrt startete bei schönen 3 Bft, wenig Welle und Sonnenschein. Leider konnten wir zunächst unseren Speed nicht finden und lieferten eine recht schlechte Startkreuz ab. So rundeten wir die Luvtonne als einer der Letzten. Nach einem bombastischen Spikurs wurde dann aber alles besser und wir konnten uns stetig nach vorne durchkämpfen. Schließlich beendeten wir das Rennen auf einem traumhaften 10. Platz.

Auch die zweite Wettfahrt konnte bei diesen traumhaften Bedingungen gestartet werden. Doch auch dieses Mal verbockten wir den Start, diesmal aufgrund eines Steuerfehlers meinerseits, der zu einer Bootsberühung führte. Also direkt nach dem Start noch schnell zwei Kringel gedreht und los ging die Aufholjagt. Das Boot fuhr gut und stetig ging es nach vorne. Blöd war dann allerdings, dass uns am Ende der zweiten Kreuz der Baumniederholer riss. Über die letzte Runde schafften wir es nicht ganz unsere Position zu halten und konnten als 16. Die Ziellinie überqueren.

Heute begrüßte uns dann das echte englische Wetter: Dauerregen, kalt und viiieeel Wind.
Die Wettfahrtleitung hatte drei Rennen angesetzt und sollte das auch umsetzen können. Das erste Rennen startete bei gefühlten sieben Bft ( Später schauten wir auf die Windmesserte bei Windfinder: 10 Knoten. Da hatte wohl jemand den Windmesser nicht geölt). Für viele Teams ging es bereits ans Limit. Auch für uns gestaltete sich das schnell Segeln schwierig, so dass wir uns eher aufs Überleben konzentrierten. Auf der Kreuz fehlten uns einfach ein paar Kilos im Trapez, das konnten wir aber auf den Spikursen ganz gut ausgleichen. So erreichten wir trotz einer Kenterung das Ziel als Zehnter. Insgesamt kamen nur sechzehn Boote ins Ziel.

Dieser Trend setzte sich im nächsten Rennen fort. Die gleichen Probleme und viel, viel Spaß. Dieses Mal überquerten nur noch vierzehn Boote die Ziellinie. Wir wurden Neunter.

Im dritten Rennen des Tages flaute der Wind dann ein bisschen ab. Wobei damit von „viel zu viel Wind“ auf „zu viel Wind“ gemeint ist. Das reichte uns aber schon um auf den Am-Wind-Kursen wieder besser mithalten zu können.  In dieser Wettfahrt durften wir das erste Mal in unserer 505er-Karriere die Position des Pfadfinders übernehmen. Endlich mal eine andere Perspektive auf den Start. Im Ziel waren die Kräfte am Ende und ein weiterer zehnter Platz im Sack.

So liegen wir momentan in der Gesamtwertung auf Rang 10 und sind damit sehr zufrieden, denn vor uns tummeln sich fast nur Weltmeister und Olympioniken.
Da kommen wir auch noch hin…irgendwann 😛
Noch bleiben zwei Tage und vier Wettfahrten bis der Englische Meister fest steht. Danach geht es für uns nach Schweden zur Schwedischen Meisterschaft und danach zu Europameisterschaft eine Bucht weiter. Auch von dort werden wir euch berichten…wahrscheinlich.

Thure und Aron
GER 8519 (Oder auch in diesem Fall: X)

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Eine Antwort auf UK-505-Nationals

  1. Lars sagt:

    Toller Bericht – weiter so! :-)