
In der Woche vor Ostern war eine 420er-Trainingsgruppe bei uns in der BSV zu Gast. Das Training wurde ausgerichtet von der WVStM und dem Fachverband Segeln Bremen, die jeweils einen Trainer stellten: Hauke Lutzen vom FSB und mich.
Ausgerüstet mit den Motorbooten der WVStM und der BSV, konnten wir unsere Trainingsgruppe bestens betreuen. Diese bestand aus insgesamt acht Teams, von denen zwei aus der BSV kamen und ein weiteres aus dem SVG. Die restlichen fünf Teams kamen aus Bremen und Paderborn. Über diese Gäste waren wir sehr froh, denn eine ordentliche 420er-Trainingsgruppe auf die Beine zu stellen gestaltete sich die letzten Jahre nicht einfach. Nun aber mit einer Gruppe von acht Booten trainieren zu können, war auch für unsere Segler ein enormer Gewinn.
An fünf Tagen wurde so viel gesegelt, wie der Wind es eben erlaubte und die restliche Zeit, in der der Wind mal zu stark und mal zu schwach wehte verbrachten wir mit Protestsimulationen, Takelstunden bei Hauke, Videoanalysen und natürlich Sport. Sehr geholfen hat uns das große neue Whiteboard, das Annika passend zum Beginn des Trainings im Jugendraum aufhängte (großes Lob an dieser Stelle. Das war eine SUPER IDEE!!!).
Aber auch auf dem Wasser hatten wir eine Menge Spaß. Nachdem der erste Tag bei viel zu viel Wind überstanden war, sollte der Wind abnehmen. Doch auch am Sonntag blies der Wind mit 5bft und kräftigeren Böen. Der Vormittag war noch segelbar, doch als es am Nachmittag noch weiter auffrischte, blieben wir an Land.
Am Montag wurden wir dann vom perfekten Wetter überrascht. 3bft und leicht bewölkter Himmel. Es war zwar kalt, aber wir konnten den ganzen Tag auf dem Wasser verbringen. Nachdem wir an den windreichen Tagen hauptsächlich die Fahrtechnik trainiert hatten, rückten nun die Manöver in den Vordergrund.
Am Dienstag war der Wind dann leer. Vormittags konnten wir noch bei knappen ein- bis zwei Bft Spinackersegeln und Halsen üben, doch der Wind verließ uns, als wir zum Mittagessen rein fahren wollten. Um Bozena nicht warten zu lassen, schleppten wir die Gruppe rein. Denn auch wir freuten uns wie immer aufs Essen. Hier nochmal ein großes Dankeschön an Bozena, die auch für „15 plus-minus 3 Personen“ super leckeres Essen kochen kann. Flexibler geht’s nicht!
Am Nachmittag trauten wir kaum unseren Augen. Der See war in der Mitte spiegelglatt und es war bewölkt und relativ kalt. Trotzdem war am Ufer zweifellos Wind. Thermik…was anderes konnte das nicht sein, auch wenn wir bei dem Wetter nicht damit gerechnet hätten. Das Wasser war wohl kalt genug. Schnell entschlossen wir uns den leeren Hafen zur Rennstrecke zu machen und legten einen Up-and-Down Kurs aus. In der Enge des Hafens wurden die Übungsrennen sehr spannend, denn in einem so kleinen Gebiet begegnet man sich oft. So entstanden ausreichend viele Protestsituationen, die wir an Land durchspielen konnten.
Am ersten Abend hatten wir zur Freizeitbeschäftigung erklärt, wie Poker geht und prompt wurde jeden Abend gepokert. So waren auch die Abende im Jugendraum sehr gesellig.
Dienstagabend musste ich leider schon abreisen. Hauke führte das Training am Mittwoch zu Ende.
Wir hatten ein paar super Tage in der BSV und hoffen sehr, dass wir das wiederholen können. Vielen Dank für die tollen Möglichkeiten bei uns im Club!
Thure